'ich war noch nicht überall

aber es steht auf meiner Liste'

Susan Sontag 

'If you think adventure is dangerous, try routine: it is lethal'  Paulo Coelho

Schon seit meiner Geburt hält mich das Reisefieber in Bann. Gebürtiger Schweizer -  eingebürgerter Brite - vollamtlicher Globetrotter. 

 

Ist mein hundsgewöhnlicher Name mein größtes Handicap oder mein größter Vorteil? Ich teile in der Schweiz meinen Geschlechtsnamen mit Zehntausenden. Der Vorname Kurt, der in Turcik ein Nachnahme ist und Wolf bedeutet, war vor vielen Jahren ebenso weit verbreitet. In der 2. Klasse war ich Kurt Müller der Zweite, oder Kurt Müller der Jüngere - heutzutage bin ich vermutlich Kurt Müller der Älteste. 

Sport war mir voll im Blut. Ich habe mir dabei auch fünf Knochenbrüche eingeholt. Immer nur einen aufs Mal. Eine Zehe, einen Fuss, einen Daumen, ein Handgelenk und einen Ellbogen beim Fussballspielen, Schifahren, Radfahren, Bergsteigen und Basketball. Je einen Knochen opferte ich den verschiedenen Sportarten . 

Viel Unfug habe ich mir geleistet. Das erste Mal das mir leicht mein Leben hätte kosten können, war als ich mit 40 Jahren und 90 km/Std seitlich in einen  Zug raste. Er sprang aus der Schiene, die 82 Passagiere erlebten einen Schock aber überlebten und ich stand richtig blöd alleine inmitten von Polen mit einem  etwas beschädigten Audi. Polnisch sprach ich auch nicht. 

Meine schönste Aufgabe im Leben war es, zusammen mit meiner inzwischen leider verstorbenen britischen Frau, meine zwei Töchter zu erziehen und meinen Beruf, der  mich ein paar Mal um die Erde führte, auszuüben. Die begrenzte Freizeit verbrachte ich mit Bergsteigen und Skitouren. Als dann meine Jugend zur Neige ging stellte sich die Frage - wieviel Aufregung ich in den nächsten Lebensabschnitt  mitnehmen kann? Womit kann ich meinen Adrenalinbedarf weiterhin sättigen? 

 

Wildlife Fotografie ist die offensichtliche Antwort. Bereits habe ich mich mit Zulu, einem ganz aufgeregten 4-monatigen  Leoparden in einem Käfig einsperren lassen (und dafür noch bezahlt). Obschon die Wärter meinten es sei zu riskant. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser umgebaute Toyota Geländewagen

sorgt in der Masai Mara  für Aufsehen. 

 

Scheinbar einzigartig im ganzen Park sind zwei Türen abmontiert. Damit kann ich die Tiere auf Augenhöhe fotografieren und somit ein realistischeres Bild aus der Wildnis erstellen.  

 

Mit einer schwarzen Mamba ging ich in einem Park in Südafrika spazieren. Dort hat auch ein weisser Storch meinen Fotoapparat angegriffen (zum Glück nicht meine Augen). Er fuehlte sich von meinen Aufnahmen bedroht. Schlangen küsse ich lieber selbst, als von ihnen geküsst zu werden. So gemacht mit einer noch jungen zwei Meter langen burmesischen Python. Die einzige Schlange auf die ich aus Versehen getreten bin, war gluecklicherweise eine Grasschlange in der Umgebung von Zürich, wo ich aufgewachsen bin. Aber nahe genug um draufzutreten war mir auch ein giftiger Buschmeister, die längste Giftschlange? Er ging jedoch unbeirrt seinen Weg Richtung Machu Picchu.

Etliche weitere Giftschlangen  inklusive Klapperschlangen, Vipern habe ich in ihrem eigenen Lebensraum in den USA/der Schweiz usw angetroffen. In Thailand auch auf dem (Herren) WC. Eine Wasserschlange in einer Tropfsteinhoehle auf Borneo brachte meine Seilgefährtin in ein komplettes Tohuwabohu.

 

Mehr ähnliche Aufregung ist noch im Planungsstadium. 

 

Als junger Schüler war ich, ausser an Schlangen, auch sehr an Fotos von indigenen Völkern interessiert. Das hat sich inzwischen in Begeisterung umgesetzt und ich besuche nun solche Völker. Ich unternehme kaum eine Reise ohne dabei auch einen Stamm zu besuchen. Das sind aber keine kurzen Turistenbesuche, sondern ich suche immer das Gespräch mit den Einheimischen um auch etwas über ihre Sitten und Gebräuche zu lernen. 

 

Ein Beispiel: der Suri Stamm liegt im entlegenen SW von Äthiopien. An der Grenze zum Kriegsgebiet von Südsudan. Ein Flug ueber Addis Ababa nach Jimma und am nächsten Tag eine endlose Fahrt auf mit Löchern übersäten Naturstrassen führen nach Milan Teferi. Das Gebiet darf ohne bewaffnete Polizei Eskorte gar nicht erst besucht werden. Übernachten kann man nur im eigenen mobilen Camp, das wir mitschleppen mussten. Die Suri können weder schreiben noch lesen. Zur Ausrüstung jedes Mannes gehört jedoch eine Kalashnikov. 

 

Nomaden wie die meisten Stämme - ist die Zukunft der Suri sehr ungewiss. Sicher finden uns diese Stämme so einzigartig wie wir sie sehen. 

 

Im Grand Canyon gibt es ein paar richtig interessante Touren. Die Reihenfolge ist jedoch umgekehrt, zuerst geht’s hinunter! Neun mal war ich schon am Colorado Fluss unten und die 1700 m wieder hoch zur Süd- respektive Nordrand. Auf dem Hermit Trail ging’s um 5 Uhr los, um 8 Uhr war ich am Fluss und wollte mich mit einem Hotel Sandwich stärken. Meinen ersten und einzigen Biss an diesem Tag musste ich hinaussspucken. Schon zu dieser Morgenstunde hatte sich meine Speiseröhre derart verengt, dass ich nicht mehr schlucken konnte. Die extreme Trockenheit, die ganz unten am Colorado Fluss herrscht, war Schuld. Getrocknete Früchte und Nüsschen halfen mir damals über die Runde. 

 

Meine Tour führte zurück vom Fluss auf den Tonto Trail und von dort auf dem Bright Angel Trail via Indian Gardens wieder zur Village am South Rim. Der National Park Service hat an jedem Trail eine Warnung für Tagesausflügler. Als ich dann nach 15 Stunden wieder oben ankam, freute ich mich meine Schuhe und Socken auszuziehen. Meine Füße waren so heiss. Was für ein Schreck, als dann eine 2 mm dicke Hautschicht vom Fersen meines rechten Fusses hing als wäre es ein Socken an der Waschleine.  Mit etlichen Schmerzen bewegte ich mich zwei Tage sehr vorsichtig, bis dann die 2mm Schicht wieder anwuchs.

Mit 18 ging ich auf meine erste Expedition mit Ziel Lofoten Inseln. Wie Afrika, sind Skandinavien und die Arktis für mich besonders begehrte Ziele.  2017 wurde mein Grönland Jahr. Die Westküste hat mir so gut gefallen, dass ich gleich danach im Segelschiff die Ostküste bereiste.

 

In der Grumman Cheetah meines Freundes Phil flogen wir zweimal die 3,500 km lange Strecke von Vancouver nach Alaska, entlang der pazifischen Küste. Er flog-ich war halb Navigator halb Fotograf. Wir umflogen Denali in 1972 als wir erfuhren, dass zur selben Zeit sieben Bergsteiger in einer Woche ihr Leben verloren hatten. Im Yukon war ich zu jener Zeit auf Skitour. 

 

2016 war mein Jahr der sub-antarktischen Gewässer. Im 26.5m kurzen Expeditions Schiffchen MS  Hans Hanssen umfuhren wir (fast) die Insel von South Georgia. Heimat von ca 1 Million Königspinguinen plus über 2 Millionen Makaroni-Pinguinen. Der Gruppenführer und die paar wenigen mitreisenden Fotografen und Filmemacher waren größtenteils seekrank. 

 

Die wohl unwahrscheinlichste Migration unternehmen die Küstenseeschwalben. Ich hab sie auf Südgeorgien und Island, wo sie brüten, fotografiert. Der Vogel wiegt gerade mal 100 gr. Sechs von ihnen wurden 2016 mit einem winzigen GPS Modell von 0.7 gr ausgerüstet. Nach einer Reise von knapp über neun Monaten, hatte der einzige Vogel der zurückkehrte, die fast unglaublich erscheinende Distanz von 96.000 km gemeistert. Eine Reise von Nordost England in die Antarktis und zurück. Das entspricht einer Distanz von 2.5 Mal rund um den Äquator und ist sicher die grösste Migration eines Vogels.In Olafsvik, Snæfellsnes Halbinsel in Island, wo sich im Frühsommer grosse Brutkolonien aufhalten, habe ich sie auch fotografiert. Wenn man in dieser Zeit den Vögeln zu nahe kommt, schiessen sie im Sturzflug wie Kamikaziflieger auf unsere Skalps los. 

My passion for travelling the world goes back to my birth. Born in Switzerland, naturalised in Britain with my eyes firmly set on distant horizons.

 

I was named after a friend of the family who died in an avalanche aged 24, whilst ski touring. Kurt, in the Turcik language is a surname meaning Wolf. My full name Kurt Müller is the most common name in Switzerland. One day it will become a great asset to me. Meanwhile I'm well hidden amongst all my namesakes.

Sport was another great passion that I pursued relentlessly.  The outcome is five broken bones (toe/foot/thumb/wrist/elbow) in football, basketball, cycling, skiing and mountain climbing. One bone per sport. 

I must admit, I’ve been living a reckless life. The first time I could have died was when I was 40…..I derailed a train carrying 82 passengers. They survived and so did I because even in those days I reckoned that there must be a reason why cars carried seatbelts. 

My most delightful achievement was helping my wife to bring up my two daughters and to pursue my career, which has taken me around the world a few times. In my limited spare time I pursued my great passion - mountaineering and ski-touring. How much of this passion could I take into the next stage of my life, once my fitness started to fail? How can I continue to have my adrenalin kicks?

 

The answer turned out to be photography - wildlife photography specifically. I have already met a hyper 4-month old male leopard called Zulu. I even paid to be locked up with him in his cell, even though the wardens gauged it to be too risky. 

The converted Toyota below is creating a lot of excitement in the Masai Mara National Park. It's apparently unique with its doors removed. The low angle of the wildlife images from this vehicle is quite special.

With the help of two snake handlers, I took a black mamba for a walk in the park in South Africa.

It's also where a white stork attacked my camera lens, luckily not my eyes. It felt threatened by my camera.

 

My experience tells me that it's better to kiss snakes than be kissed by them. A young and beautiful 2 m long Burmese python was my first victim.

 Accidentally stepping on snakes is best avoided. Lucky for me, the one I stepped on was a harmless grass snake in the vicinity of Zürich, where I grew up. A much more dangerous snake, the Bushmaster ostensibly the longest venomous snake  was however, close enough to me to step on. I missed a rare opportunity. It dared encroach on my private sphere. However it unerringly moved on in the direction of Macu Picchu. I have encountered numerous more venomous snakes including rattle snakes and vipers in their habitats in the US, Switzerland etc. One snake in Thailand had installed itself in a public toilet (a male toilet).

A water snake in a stalactite 

cave forced a young lady into a screaming fit. She was on my rope exploring a cave in Borneo.

 

Lucky for me I found a snake zoo which allows me to photograph snakes of all sorts including the green mamba, the boomslang, cobras and others out of their snake tanks, in the open.

Plans for more excitement of this kind are on the drawing board.

Apart from snakes, I was also really interested in indigenous people when I was at school. Meanwhile I have a great fascination of such people. I rarely undertake a journey without visiting tribes. No short tourist visits but more meaningful trips where I can talk to tribal members and learn about their lives, customs etc.

 

An example of such a visit was my recent trip to the Suri tribe in SW Ethiopia, at the border with war-torn South Sudan. A flight via Adis Ababa led to Jimma. Another day's journey on pothole infected dirt roads brought me into the region of Milan Teferi. It's a no-go area without an armed escort.A mobile camp which you bring into the area yourself, is the only accommodation. The Suri are illiterate. Yet a Kalashnikov is every man's weapon.Presents for the Suri hosts are welcome, they prefer ammunition. 

 

Most of the tribes I visit are nomads - their future most uncertain.They probably think of us as being as strange as we believe them to be.

 

The best place to photograph wild cats is ...in the wilderness. However, in Kent South England, they have a wild cat sanctuary where injured wild cats from all over the world are rehabilitated. I know a British photographer who has the rights to get really close to these cats for photography. It is an amazing experience. Staff instruct you to move back, once a cat is 1 m from the only fence between you and the cat. Well since I take most of my photos lying down for a good angle, I was sometimes a bit slower. Because I was the only one lying down during our photoshoot, the cats always eyed me up as easy meat.

I strolled down to the Colorado river in the Grand Canyon nine times and managed to get back up to the South rim, North rim respectively. On one occasion I was on an eventful 15 hr hike down Hermit Trail to the river, then back on the Tonto trail joining up with Bright Angel Trail and back up to the South Rim Village. When I reached the Colorado River at 8 am, I figured I deserved a sandwich. I took a bite and had to spit it out. I could no longer swollow food. The extreme dryness had almost closed my oesophagus down there. I survived on dried food and nuts for the rest of the day. When I arrived back at the village, it was a delight to remove my boots. My feet were overheating. Shock horror when I took my right sock off and saw the sole of my foot suspended from my heel. A 2mm layer of skin had almost totally detached itself from the rest of my foot. It was hanging there by a thread in front of my eyes like a sock on a washing line. I hobbled around in great pain for the next 2 days, until the skin reattached itself.

At age 18 I joined my first climbing expedition to Northern Norway. Like Africa, Scandinavia and the Arctic countries are my favourite destinations. 2017 was my Greenland year. I liked the West coast so much that I joined a sailing boat full of photographers to the remote East Coast soon after.

My friend Phil's Grumman Cheetah was one of my early love affairs. We spent many hours together. The ultimate adventures were our two flights from Vancouver to Alaska. Some 3500 km along the Pacific coastline. We circled Denali in 1972 when we found out that seven climbers attempting the 6000 m peak perished in one disastrous week. During that time I was ski-touring in the Yukon.

 

In 2016 I spent a month in  Antarctic waters. For over three weeks, my home was the tiny little MS Hans Hanssen. Barely 26.5m long we almost circumvented South Georgia Island in it - home to a million king penguins and nearly two million macaroni penguins.

I photographed Arctic terns too, which undertake one of the most amazing migrations from Northern Europe to Antarctica and back. Each weighs just 100 gr.In 2016 six of them were equipped with a 0.7 gr GPS model. Only one returned 9 months later, after a journey of 96,000 km. A distance of 2.5 times around the equator.

 

They breed in Olafsvik, Snæfellsnes peninsula in Iceland. Many tourists go too close to the breeding grounds and are attacked by dive bombing terns that descend on people's scalps like crazy kamikaze pilots.

Portrait unten: Ute Eiter

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 Kurt S Müller

Email: kurt-saas-fee@gmx.com

Equipment used: Nikon 810 with Nikon accessories

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